Aufgeschlossen Texte

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CD „Aufgeschlossen“
1 Kreuzvogel

  1. Ein Vogel breitet seine beiden Flügel aus,
    er spannt sie weit und schwingt sich auf, es wird ein Kreuz daraus.
    Nur so ist er ein Vogel, der steigt und schwebt und fliegt,
    der Kreise zieht und sich im Spiel der Winde wiegt.
    Refr.: Was trägt und hält, ist das Kreuz für unsre Welt.
    Was trägt und hält, ist das Kreuz für unsre Welt.
  2. Verleugnet er das Kreuz und zieht die Flügel ein,
    verliert er seinen Halt und fällt zu Boden wie ein Stein.
    Denn Federn und zwei Flügel, die sind es nicht allein.
    Erst wenn das Kreuz ihn trägt, kann er ein Vogel sein.
  3. Uns trägt allein das Kreuz im Chaos unsrer Zeit,
    denn Gnade für die Menschen ist die neue Wirklichkeit.
    Was uns aus Menschenkindern zu Gotteskindern macht,
    hat Jesus Christus dort am Kreuz für uns vollbracht.
    Text und Mel.: Jörg Swoboda © SCM Hänssler
    2 Reiseruf
  4. Du fährst in deinem Auto und stellst das Radio an,
    hörst plötzlich deinen Namen und hältst den Atem an.
    Vorbei ist deine Ruhe, weil jemand dich jetzt stört.
    Ist das vielleicht ein Irrtum? Hast du dich jetzt verhört?
  5. Dann kommt die Wiederholung, du bist noch ganz verwirrt.
    Tatsächlich fällt dein Name. Du hast dich nicht geirrt.
    Dein Vater bittet dringend: Komm bitte schnell nach Haus!
    Der Name deines Vaters räumt letzte Zweifel aus.
  6. Halt an, kehr um, komm wieder. Der Reiseruf ist klar.
    Wenn er so dringlich bittet, dann droht bestimmt Gefahr.
    Auf deiner Lebensreise ruft Gott dich hin zu sich.
    Er lässt dir jetzt bestellen: Komm heim, ich liebe dich.
    Text: Jörg Swoboda/Theo Lehmann Mel.: Jörg Swoboda
    © bei den Verf. 1998
    3 Lebenszeichen
  7. Riesige Antennenohren lauschen weit ins All,
    um aus fernen Welten Lebenszeichen aufzufangen
    und von fremden Wesen eine Botschaft zu empfangen,
    irgend ein Signal und irgend einen Widerhall,
    irgend ein Signal und irgend einen Widerhall.
  8. Stumm steht jeder Stern am Himmel, und der Weltraum schweigt.
    Durch die Teleskope starren Menschen noch vergebens,
    denn sie finden keine Zeichen unbekannten Lebens.
    Nirgendwo hat sich ein Außerirdischer gezeigt.
    Nirgendwo hat sich ein Außerirdischer gezeigt.
  9. Doch der Herr des Universums landete im Stall.
    Jesus ist schon längst hierher in unsre Welt gekommen,
    hat als kleines Kind ein Erdenschicksal übernommen,
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    brachte Gottes Liebe allen Menschen überall,
    brachte Gottes Liebe allen Menschen überall.
    Text: Jörg Swoboda/Theo Lehmann Mel.: Jörg Swoboda
    © bei den Verf. 1998
    4 Gib mir Impulse der Liebe
  10. Gib mir Impulse der Liebe in der Welt voller Wunden und Leid.
    Gib mir Impulse der Liebe, die helfen und heilen kann.
  11. Präge mir Bilder des Friedens in der Welt voller Hass und Gewalt,
    präge mir Bilder des Friedens ganz tief in die Seele ein.
  12. Sprich zu mir Worte der Weisheit in der Welt voller Dummheit und Stolz.
    Sprich zu mir Worte der Weisheit, und öffne mein Herz dafür.
  13. Säe den Samen der Hoffnung in der Welt voller Resignation.
    Säe den Samen der Hoffnung, dass Mut daraus werden kann.
    Text, Mel. und © Jörg Swoboda 1997
    5 Menschenfurcht
  14. Menschenfurcht legt dich lahm, und im Nu
    schnappt die Falle der Feigheit schon zu.
    Wer sich anpasst, der wird ausgenutzt.
    Wer zu Gott hält, erfährt seinen Schutz.
    Und inzwischen hast du sicher auch schon kapiert,
    daß die Angst dir die Seele ganz schnell deformiert.
    Wer sich anpasst, der wird ausgenutzt.
    Wer zu Gott hält, erfährt seinen Schutz.
  15. Heuchelei ist wie Glatteis bei Nacht.
    Wer drauf abfährt, der fährt, bis es kracht.
    Wirf die Ehrlichkeit nicht über Bord,
    und riskiere ein offenes Wort.
    Nennst du Dinge beim Namen und sprichst sie frei aus,
    wirst du sehn: Für die Wahrheit gibt’s selten Applaus.
    Wirf die Ehrlichkeit nicht über Bord,
    und riskiere ein offenes Wort.
  16. Willst du kriechen, dann kriech wie bisher.
    Eine Schleimspur zieht hinter dir her.
    Doch mit Gott lernst du, gradezustehn
    und als Mensch mutig aufrecht zu gehn.
    Mach den Rücken nicht krumm wie ein Wurm, überleg:
    Ist der Kriechgang für dich wirklich der Lebensweg?
    Doch mit Gott lernst du, grade zu stehn
    und als Mensch mutig aufrecht zu gehn.
    Text: Jörg Swoboda/Theo Lehmann Mel.: Jörg Swoboda
    © bei den Verf. 1998
    6 Vater
  17. Als sie dir leise sagte: Ich bin schwanger,
    und als dir klar war, daß du Vater bist,
    da ahntest du im Grunde deines Herzens,
    daß Liebe niemals ohne Folgen ist.
    War dein erstes Gefühl in dir Freude?
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    Oder war’s ein gewaltiger Schreck,
    und du hattest nur einen Gedanken:
    Bloß das nicht! Ein Kind? Es muß weg!
    Refr.: Eine kleine Stimme
    ruft und fleht dich an:
    Vater, laß mir doch mein Leben,
    das durch dich ja erst begann.
    Ich will leben und bin wehrlos.
    Du fühlst dich durch mich bedroht.
    Erst durch dich kam ich ins Leben,
    schick mich jetzt nicht in den Tod.
  18. Wirst du wie andre Väter einfach fliehen,
    weil du für einen Menschen sorgen mußt?
    Doch daß aus Liebe Kinder werden können,
    hast du doch schon vor jener Nacht gewußt.
    Wer von Vater und Mutter verneint wird,
    über den ist das Urteil gefällt.
    Wird dein Kind nicht geliebt, muß es sterben
    als einsamstes Kind auf der Welt.
  19. Gott hat durch dich ein Menschenkind geschaffen,
    ein echtes Schöpfungswunder ist geschehn.
    In deinen Armen könntest du es halten
    und eines Tags mit ihm spazieren gehn.
    Nur wer wirklich kein Herz für sein Kind hat,
    löscht ihm grausam das Lebenslicht aus.
    Das Gewissen erstarrt, es wird finster.
    Es kommen Gespenster ins Haus.
    Text: Jörg Swoboda/Theo Lehmann Mel.: Jörg Swoboda
    © bei den Verf. 1998
    7 Jesus wird bei dir sein
  20. Zahllose Sorgen belasten dich schwer.
    Wer gibt dir Kraft, sie zu tragen?
    Wo liegt nur die Lösung, und wer gibt dir jetzt
    eine Antwort auf quälende Fragen?
    Stehn die Probleme vor dir wie ein Berg –
    du bist nicht allein.
    Kommst du dir vor wie ein hilfloser Zwerg –
    Jesus wird bei dir sein.
    Refr.: Du bist, du bist, du bist nicht allein.
    Jesus, Jesus, Jesus wird bei dir sein.
  21. Viele verdrängen, was todsicher kommt,
    wollen es einfach nicht sehen:
    Der eine stirbt alt und der andere jung,
    jeder muß irgendwann einmal gehen.
    Stehst du am Ende allein vor dem Tor –
    du bist nicht allein.
    Willst du nicht gehn, weil du Angst hast davor –
    Jesus wird bei dir sein.
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  22. Du schaffst doch nicht deine Schuld aus der Welt,
    kannst dir nicht selber vergeben.
    Auch du brauchst Vergebung, die einer dir schenkt.
    Nur so findest du ewiges Leben.
    Stehst du als Schuldner vor Gottes Gericht –
    du bist nicht allein.
    Dann zählt der eine, der gut für dich spricht –
    Jesus wird bei dir sein.
    Text: Jörg Swoboda/Theo Lehmann Mel.: Jörg Swoboda
    © bei den Verf. 2001
    8 Leitstern
  23. Dein Zimmer hängt voll Poster, und sie wirken wie Ikonen
    mit Göttern, die im Lichterglanz von Bühnenhimmeln thronen.
    Und werden sie auch heut vergöttert und verehrt,
    kann sein, schon über Nacht, da fallen sie im Wert.
    Auch du warst mal von deinen Stars berauscht,
    doch eines Tags hast du sie ausgetauscht.
    Idole hast du schon vom Himmel stürzen sehn.
    So schnell kann Ruhm und Götterglanz vergehn.
  24. Schon wieder blickst du auf zu neuen Stars an deinen Wänden.
    Warum lässt du dich immer noch von Hochglanzbildern blenden?
    Du suchst nach einem Halt und himmelst Menschen an.
    Doch davon wirst du blind und stehst in ihrem Bann.
    Ein Leitstern bleibt, der gute Wege führt,
    dem dein Respekt darum zu Recht gebührt.
    Dort zwischen deinen Bildern schimmert matt ein Fleck.
    Das Kreuz, das da mal hing, ist lange weg.
  25. Signale gibt es viel, und unsre Welt ist voller Zeichen.
    Nach irgendwelchen stellst du doch auch deine Lebensweichen.
    Sag bloß nicht, daß du dich nach andern richten wirst,
    weil du dich dann doch auch genau wie sie verirrst.
    Das Kreuz ist Trumpf, und wer ihm folgt, gewinnt,
    verirrt sich nicht im Lebenslabyrinth.
    Von vielen Wegen kannst du doch nur einen gehn,
    und welches Ziel wird dir vor Augen stehn?
    Text: Jörg Swoboda/Theo Lehmann Mel.: Jörg Swoboda
    © bei den Verf. 1998
    9 Liebe deinen Feind
    Refr.: Lasst uns von Jesus lernen,
    was er mit Frieden meint!
    Auch wenn es dir unmöglich scheint,
    liebe deinen Feind.
  26. Da streckt ein Mensch die Waffen,
    und alles denkt, der spinnt,
    weil der plötzlich nicht den Kampf,
    sondern seinen Feind gewinnt.
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  27. Der Hass macht Menschen hässlich
    und stört den Lebenslauf.
    Hass baut unser Leben ab,
    nur die Liebe baut es auf.
  28. Ja, dieser Weg ist weltfremd,
    ist fremd für unsre Welt.
    Diese Liebe ist die Kraft,
    mit der alles steht und fällt.
    Text: Jörg Swoboda/Theo Lehmann Mel.: Jörg Swoboda
    © bei den Verf. 1988
    10 Lebensrechnung
  29. Ich weiß nicht, wie es dazu kam, ich fing zu rechnen an
    und fragte mich, wie lange ich noch leben kann.
    Ist man erst gerade zwanzig, wer regt sich da groß auf?
    Ganz locker schlägt man eben noch zwanzig Jahre drauf.
    Dann stockte doch mein Atem, denn vierzig ist nicht viel.
    Zum Glück war alles nur Gedankenspiel!
  30. Mit dreißig konnt ich noch entspannt die Zukunft vor mir sehn,
    denn sechzig werd ich sicher. Was soll schon groß geschehn?
    Wie gut, wenn man sein Alter getrost verdoppeln kann!
    Zwar gibt es Fragezeichen, doch rührt man nicht daran.
    Das wird so weitergehen und bleiben Jahr um Jahr.
    So fühlte ich noch, als ich dreißig war.
  31. Mit vierzig plötzlich, aus dem Stand sprang mich der Zweifel an,
    ob ich mit Not und Mühe auch achtzig werden kann.
    Man hofft und schiebt die Grenze für sich noch mehr hinaus,
    obwohl für alle feststeht: das Leben ist mal aus.
    Das war mir klar, doch machte ich ganz auf Zuversicht
    und zwang mein Herz, doch Ruhe fand ich nicht.
  32. Wie man’s auch immer dreht und sieht, am Schluß hilft keine List.
    Kein Rechnen nützt, wenn man schon über fünfzig ist.
    Der einzig wahre Trost ist, daß Gott mich ewig hält,
    weil keins von seinen Kindern aus seinen Händen fällt.
    Mein Gott, ich will bereit sein und gehn zu jeder Frist.
    Du weißt, wann meine Zeit gekommen ist.
    Text, Mel. und © Jörg Swoboda 2008
    11 Nie mehr allein
  33. Nebel zieht auf, kommt, ich weiß nicht woher.
    Hab mich verirrt, jeder Schritt fällt mir schwer.
    Hört mich denn keiner, mein Rufen, mein Schrei’n?
    Nein, niemand, ich bin ganz allein.
  34. Dann eine Spur. Ich bin froh, bis ich weiß:
    Sie stammt von mir, denn ich ging nur im Kreis,
    keinen Schritt weiter, nicht näher zum Ziel.
    So wenig ist nichts – und zu viel.
  35. Weiß nicht, wie’s kam, daß es fest stand für mich:
    Ich und als Christ, das fand ich lächerlich.
    Darf ich jetzt beten, trotz allem, was war?
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    Ich würde, auf Knien sogar.
  36. Ich will es tun, denn mein Stolz ist besiegt,
    beuge mich tief, bis mein Herz offen liegt.
    Du hebst mich auf, tust ein Wunder an mir,
    entzündest die Liebe zu dir.
  37. Du kennst das Ziel, darum nimm meine Hand.
    Schenke mir Mut, dann sind Ängste gebannt.
    Jesus, mit dir bin ich immer zu zwein.
    Mit dir bin ich nie mehr allein.
    Text, Mel. und © Jörg Swoboda 1994
    12 Gesegnet
  38. Wenn wieder Segen wie die Sonne
    durch dunkle Wolken deiner Schmerzen bricht,
    hilft Gott im Rückblick zu erkennen,
    dass er durch Licht und Dunkel zu dir spricht.
  39. Fällt Leid wie Saat in deine Seele,
    dann nimm als Zeichen seiner Liebe an,
    dass du im Leiden nicht verbitterst
    und dass auch Kummer Früchte tragen kann.
  40. Du kannst dem Herrn dein Unglück klagen.
    Er wird dich trösten, wie kein Trost sonst ist,
    schenkt dir nach Tränen tiefe Freude,
    nicht weil du glücklich, doch gesegnet bist.
    Text, Mel. und © Jörg Swoboda 1998